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Mara Kurotschka

Mara Kurotschka geboren in Deutschland, absolvierte Ihre Ausbildung am Dance Department der New Yorker Juilliard School.

Nach ersten choreographischen Erfahrungen in New York, arbeitete sie als Tänzerin und Choreografin mehrere Jahre eng mit dem Regisseur Armin Petras zusammen. Später folgten selbständige choreografische Arbeiten und Kollaborationen mit Sebastian Baumgarten, Phillip Stölzl, Peter Kastenmüller, Corinna von Rad, Lorenzo Fioroni und Wolfgang Engel. Das breite Spektrum der Tanz-, Schauspiel- und Musiktheater-Inszenierungen umfasste u.a. CELLINI (Salzburger Festspiele), RUBENS UND DAS NICHTEUKLIDISCHE WEIB (Ruhrtriennale), DER MARQUIS VON KEITH und SHOCKHEADED PETER (Münchner Kammerspiele), SEXUAL PERVERSITY IN CHICAGO, ATTEMPTS ON HER LIFE, Goethes FAUST und DAS BALLHAUS (Schauspielhaus Leipzig), LADIES NIGHT (Schauspiel Kassel), IPHIGENIE AUF DELPHI (Nationaltheater Mannheim) LADY HAMILTON (Oper Kiel), die Uraufführung des Rio Reiser Musicals KNOCK OUT DEUTSCHLAND (Schauspielhaus Chemnitz) und GLIMPSE (Théâtre de Caen).

Ihr Debüt als Regisseurin gab sie 2008 als Co-Regisseurin an der Seite von Phillip Stölzl mit der Inszenierung DER FLIEGENDEN HOLLÄNDER (Theater Basel, Gran Teatro del Liceu), die bis heute im Repertoire der Staatsoper unter den Linden fest verankert ist. Diese Zusammenarbeit vertiefte sich in den folgenden Jahren in Produktionen wie Gounod’s FAUST (Theater Basel, Deutsche Oper Berlin), PARSIFAL (Deutsche Oper Berlin), RIENZI (Deutsche Oper Berlin), ORPHEUS IN DER UNTERWELT (Staatsoper unter den Linden), DIE FLEDERMAUS (Staatsoper Stuttgart). Einen weiteren Höhepunkt bildet die Inszenierung IL TROVATORE (Wiener Festwochen, Staatsoper unter den Linden) unter dem Dirigat von Daniel Barenboim mit Anna Netrebko und Placido Domingo in den Hauptrollen. Mit Jürgen Flimm erarbeitete sie Sciarrinos MACBETH (Staatsoper unter den Linden) und MANON LESCAUT am (Mikhailovsky Theater, St. Petersburg).

Ihre Inszenierung der ukrainischen Erstaufführung des FLIEGENDEN HOLLÄNDERS wurde dort als zentrales Kulturereignis des Jahres gefeiert und mit dem Taras Schewtschenko Preis in fünf Kategorien, darunter Regie, ausgezeichnet. Nach der Premiere an der Donbass Oper, Donezk folgten Gastspiele an der Oper Odessa, der Oper Lemberg und der Ukrainische Nationaloper Kiew. Am Konzerttheater Bern inszenierte sie den VETTER AUS DINGSDA.

Neben Ihrer Theaterarbeit entwickelt sie Videoarbeiten zu Alltagsbewegungen in Mega-Cities ( ZKM Karlsruhe, Museen für Zeitgenössische Kunst in Rom und Sevilla, Kampnagel Hamburg, Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin, Villa Massimo).

Seit 2018 ist sie zusätzlich als Dozentin für szenische Darstellung an der Hanns Eisler Hochschule für Musik tätig.

Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter anderem von der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Akademie der Künste Berlin und der Kulturstiftung des Bundes.